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Warum komme ich mit meiner Gleitsichtbrille nicht zurecht? 

 

Eine Gleitsichtbrille hat mehrere Sehbereiche in einem Glas. Oben ist der Bereich für die Ferne, in der Mitte liegt der Zwischenbereich und unten befindet sich der Lesebereich. Der Übergang ist fließend, deshalb sieht man keine sichtbare Trennlinie im Glas. 

Genau das macht Gleitsichtgläser so praktisch – aber auch anspruchsvoll. Die Augen und der Kopf müssen lernen, die passenden Bereiche bewusst zu nutzen. Wer bisher nur eine Einstärkenbrille getragen hat, merkt diesen Unterschied oft sehr deutlich. 

Typische Anfangsprobleme sind: 

  •  unscharfes Sehen beim Blick zur Seite 
  •  Unsicherheit auf Treppen oder Bordsteinen 
  •  leichtes Schwanken beim Gehen 
  •  Schwierigkeiten am Computer 
  •  Nackenverspannungen durch falsche Kopfhaltung 
  •  das Gefühl, den richtigen Sehbereich nicht zu finden 
  •  schnelles Ermüden der Augen 

Ein paar Tage Eingewöhnung sind normal. Starke Beschwerden über längere Zeit sollte man aber nicht einfach hinnehmen. 

Die häufigsten Gründe, warum eine Gleitsichtbrille Probleme macht 

1. Die Brille sitzt nicht richtig 

Bei Gleitsichtgläsern kommt es auf Millimeter an. Wenn die Brille zu tief sitzt, rutscht oder schief auf der Nase liegt, schauen die Augen nicht mehr durch die vorgesehenen Sehbereiche. 

Das kann dazu führen, dass die Ferne nicht klar ist, der Lesebereich schwer gefunden wird oder der Zwischenbereich am Bildschirm nicht passt. 

Gerade bei Gleitsicht ist die Anpassung der Fassung genauso wichtig wie die Glaswerte selbst. 

2. Die Zentrierung passt nicht exakt 

Für Gleitsichtgläser werden mehrere Messpunkte benötigt. Dazu gehören unter anderem die Durchblickhöhe und die Pupillendistanz. Stimmen diese Werte nicht genau, kann das Sehen unruhig oder anstrengend werden. 

Schon kleine Abweichungen können spürbar sein – besonders bei höheren Glasstärken, stärkeren Nahzusätzen oder empfindlichen Augen. 

3. Die Glasqualität passt nicht zum Alltag 

Nicht jedes Gleitsichtglas ist gleich. Es gibt einfache, mittlere und individuellere Glasdesigns. Der Unterschied liegt oft darin, wie breit und komfortabel die Sehbereiche sind. 

Wer viel am Computer arbeitet, Auto fährt oder häufig zwischen verschiedenen Entfernungen wechselt, braucht oft ein anderes Glasdesign als jemand, der die Brille hauptsächlich zum Einkaufen und Lesen nutzt. 

Eine günstige Gleitsichtbrille kann funktionieren. Sie kann aber auch schneller an ihre Grenzen kommen, wenn der Alltag anspruchsvoll ist. 

4. Die Brille wurde nicht passend zum Sehbedarf ausgewählt 

Viele Probleme entstehen nicht durch einen „Fehler“, sondern durch eine falsche Erwartung. Eine normale Gleitsichtbrille ist nicht automatisch die beste Lösung für acht Stunden Bildschirmarbeit. 

Am Monitor liegt der wichtigste Sehbereich oft im Zwischenbereich. Dieser Bereich ist bei klassischen Gleitsichtgläsern zwar vorhanden, aber nicht immer groß genug für entspanntes Arbeiten. 

In solchen Fällen kann eine zusätzliche Bildschirmbrille sinnvoller sein als der Versuch, mit einer Alltags-Gleitsichtbrille alles abzudecken. 

5. Die Eingewöhnung wurde unterschätzt 

Eine Gleitsichtbrille verändert das Sehverhalten. Man bewegt den Kopf etwas mehr mit, schaut bewusster durch die passenden Bereiche und vermeidet es, nur mit den Augen stark zur Seite zu blicken. 

Das ist am Anfang ungewohnt. Wer die Brille nur ab und zu trägt, macht die Eingewöhnung oft schwieriger. Das Gehirn bekommt dann nicht genug Zeit, sich an die neuen Seheindrücke zu gewöhnen. 

Wichtig ist aber: Eingewöhnung bedeutet nicht, dass man wochenlang Schwindel, Kopfschmerzen oder deutliche Unschärfe akzeptieren muss. 

Wie lange dauert die Eingewöhnung bei einer Gleitsichtbrille? 

Viele Menschen kommen nach einigen Tagen gut zurecht. Bei anderen dauert es ein bis zwei Wochen. Entscheidend ist, wie konsequent die Brille getragen wird und wie groß die Umstellung ist. 

Länger dauern kann es, wenn: 

  •  es die erste Gleitsichtbrille ist 
  •  die Werte stark verändert wurden 
  •  der Nahzusatz höher geworden ist 
  •  eine neue Fassung gewählt wurde 
  •  vorher Kontaktlinsen oder eine andere Brillenart getragen wurden 
  •  viel Bildschirmarbeit dazugehört 

Wenn nach etwa zwei Wochen noch deutliche Probleme bestehen, sollte die Brille kontrolliert werden. Dann geht es nicht darum, Schuld zu suchen, sondern die Ursache sauber einzugrenzen. 

Wann sollte eine Gleitsichtbrille überprüft werden? 

Eine Kontrolle ist sinnvoll, wenn Sie trotz regelmäßigem Tragen weiterhin Probleme haben. 

Besonders dann, wenn: 

  •  Sie dauerhaft unscharf sehen 
  •  Ihnen beim Gehen oder Treppensteigen unsicher wird 
  •  Sie Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen bekommen 
  •  der Lesebereich schwer zu finden ist 
  •  Bildschirmarbeit kaum möglich ist 
  •  die Brille ständig rutscht 
  •  Sie das Gefühl haben, „durch die falsche Stelle“ zu schauen 
  •  eine Seite besser wirkt als die andere 

In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob Sitz, Zentrierung, Glaswerte, Fassung und Glasdesign zusammenpassen. 

Was kann SehVia tun? 

Bei SehVia wird nicht einfach gesagt: „Das ist Gewöhnungssache.“ Zuerst wird geschaut, wo das Problem tatsächlich liegen könnte. 

Geprüft werden unter anderem: 

  •  Sitz der Brille 
  •  Durchblickpunkte 
  •  Fassungsposition 
  •  Glaswerte 
  •  Sehbereiche 
  •  Kopf- und Blickverhalten 
  •  Alltagssituation, zum Beispiel Bildschirmarbeit, Autofahren oder Lesen 

Manchmal reicht eine saubere Anpassung der Brille. Manchmal muss die Zentrierung geprüft werden. Und manchmal zeigt sich, dass für den tatsächlichen Alltag eine andere Lösung besser wäre – zum Beispiel eine separate Bildschirmbrille oder ein anderes Gleitsichtglas. 

Gleitsichtbrille in Leipzig prüfen lassen 

Wenn Sie mit Ihrer Gleitsichtbrille nicht zurechtkommen, sollten Sie das nicht einfach hinnehmen. Gerade bei Gleitsicht ist eine persönliche Beratung wichtig, weil Sitz, Messung und Alltag zusammenpassen müssen. 

SehVia – mobiler Optiker in Leipzig unterstützt Sie bei der Kontrolle Ihrer Gleitsichtbrille, bei Anpassungsproblemen und bei der Auswahl einer passenden Brillenlösung – im Showroom oder nach Absprache auch mobil vor Ort. 

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