
Augeninnendruck messen in Leipzig – warum die Kontrolle sinnvoll sein kann
Augeninnendruck messen in Leipzig – warum die Kontrolle sinnvoll sein kann
„Mein Augeninnendruck ist normal, also ist alles gut.“
So einfach ist es leider nicht.
Der Augeninnendruck ist ein wichtiger Messwert, aber eben nur ein Teil des Gesamtbildes. Trotzdem kann die Messung sinnvoll sein – besonders dann, wenn man Vorsorge nicht erst dann betreiben möchte, wenn man bereits schlechter sieht.
Bei SehVia messen wir den Augeninnendruck mit einem Rebound-Tonometer. Ohne Luftstoß. Ohne Betäubungstropfen. Und in wenigen Sekunden.
Was ist der Augeninnendruck überhaupt?
Im Auge wird ständig Flüssigkeit gebildet und wieder abgeleitet. Dadurch entsteht ein bestimmter Druck im Augeninneren. Dieser Augeninnendruck ist wichtig, weil dauerhaft erhöhte Werte ein Risikofaktor für ein Glaukom, also den sogenannten Grünen Star, sein können.
Wichtig ist aber:
Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch, dass ein Glaukom vorliegt. Und ein normaler Wert bedeutet auch nicht automatisch, dass keines vorliegt. Genau deshalb sollte man eine Augeninnendruckmessung nie isoliert betrachten.
Warum überhaupt messen?
Viele Veränderungen am Auge machen sich nicht sofort bemerkbar.
Man kann noch gut lesen, Auto fahren und mit der Brille einen ordentlichen Visus erreichen – und trotzdem kann es Veränderungen geben, die zunächst unbemerkt bleiben. Die Augeninnendruckmessung kann deshalb ein sinnvoller Baustein innerhalb einer umfassenderen Augenvorsorge sein. Besonders interessant wird das Ergebnis im Zusammenhang mit anderen Informationen:
Wie gut ist der Visus?
- Gibt es Unterschiede zwischen rechtem und linkem Auge?
- Wie sieht die Netzhaut beziehungsweise der Bereich des Sehnervs aus?
- Gibt es bekannte Risikofaktoren oder familiäre Vorbelastungen?
Dann wird aus einer einzelnen Zahl ein deutlich sinnvolleres Gesamtbild.
Wie funktioniert die Augeninnendruckmessung bei SehVia?
Bei SehVia verwenden wir ein Rebound-Tonometer.
Dabei wird eine sehr kleine, leichte Messsonde für einen kurzen Moment an die Hornhaut geführt.
Das klingt dramatischer, als es ist. Die Berührung ist so kurz und leicht, dass die Messung in der Regel sehr gut toleriert wird. Es gibt keinen Luftstoß und normalerweise sind auch keine betäubenden Augentropfen notwendig. Für viele Menschen ist das deutlich angenehmer als die bekannte Luftstoßmessung.
„Kommt jetzt gleich dieser Luftstoß?“
Wer schon einmal eine Augeninnendruckmessung mit Luftstoß erlebt hat, kennt diesen Moment. Man sitzt vor dem Gerät. Man weiß, dass gleich etwas kommt. Und obwohl man sich vorgenommen hat, ganz ruhig zu bleiben, blinzelt man natürlich genau dann, wenn der Luftstoß kommt.
Das ist menschlich.
Beim Rebound-Tonometer fällt dieser Luftstoß weg. Das ist gerade für Menschen angenehm, die bei der klassischen Luftstoßmessung stark zurückzucken oder die Untersuchung unangenehm finden.
Rebound-Tonometer oder Luftstoß – was ist besser?
Beide Methoden können zur Messung des Augeninnendrucks eingesetzt werden. Der Unterschied liegt vor allem in der Technik. Bei der Luftstoßmessung wird die Hornhaut durch einen kurzen Luftimpuls abgeflacht. Beim Rebound-Tonometer wird der Druck über die Bewegung einer sehr kleinen Messsonde bestimmt. Für mich hat das Rebound-Verfahren im Alltag einige praktische Vorteile. Es ist schnell, mobil einsetzbar und kommt ohne Luftstoß aus.
Gerade bei Hausbesuchen oder Untersuchungen in Pflege- und Senioreneinrichtungen ist das sehr praktisch.
Ist die Messung schmerzhaft?
Die Sonde berührt die Hornhaut nur sehr kurz. Viele Menschen bemerken die Messung kaum oder empfinden sie als deutlich angenehmer als einen Luftstoß. Eine Betäubung des Auges ist mit dieser Methode nicht erforderlich.
Was bedeutet ein erhöhter Augeninnendruck?
Wenn ein Wert auffällig ist, heißt das erst einmal nur:
Der Wert sollte genauer abgeklärt werden.
Nicht mehr und nicht weniger.
Eine einzelne Augeninnendruckmessung stellt keine Diagnose. Der Augeninnendruck kann zudem schwanken und wird auch von verschiedenen individuellen Faktoren beeinflusst. Deshalb wäre es falsch, bei einem erhöhten Wert sofort von einem Glaukom zu sprechen. Aber genauso falsch wäre es, einen auffälligen Wert einfach zu ignorieren.
Warum der Blick auf mehrere Ergebnisse wichtig ist
Ein Beispiel:
Jemand erreicht beim Sehtest einen guten Visus, der Augeninnendruck ist aber auffällig. Dann ist das ein Grund, genauer hinzuschauen.
Oder: Der Augeninnendruck liegt unauffällig, der Netzhautscan zeigt aber Veränderungen im Bereich des Sehnervs. Auch dann ist eine weitere Abklärung sinnvoll.
Deshalb mag ich keine Betrachtung nach dem Prinzip:
„Ein Wert ist gut, also ist alles gut.“
Das Auge ist etwas komplizierter als eine Ampel.
Augeninnendruckmessung und Netzhautscan zusammen betrachten
Bei SehVia kann die Augeninnendruckmessung mit einem Sehtest und einem Netzhautscan kombiniert werden.
Das hat einen einfachen Vorteil:
Die einzelnen Ergebnisse können miteinander verglichen werden.
- Der Sehtest zeigt, wie gut das Auge sehen kann.
- Der Netzhautscan liefert Informationen über Strukturen am Augenhintergrund.
- Die Augeninnendruckmessung ergänzt das Ganze um einen weiteren wichtigen Messwert.
Für mich ist genau das der sinnvollere Ansatz.
Nicht möglichst viele Messungen um der Messung willen -sondern schauen, ob die Ergebnisse zueinander passen.
Wer sollte seinen Augeninnendruck kontrollieren lassen?
Eine Kontrolle kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- in der Familie bereits Glaukom bekannt ist,
- der Augeninnendruck schon einmal auffällig war,
- Veränderungen am Sehnerv oder an der Netzhaut bekannt sind,
- deutliche Unterschiede zwischen beiden Augen auffallen,
- oder man einfach eine umfassendere Augenvorsorge möchte.
Das ersetzt trotzdem keine augenärztliche Untersuchung.
Ganz wichtig: Screening ist keine Diagnose
Das möchte ich bewusst klar sagen.
Eine Augeninnendruckmessung beim Optiker dient als Screening. Auch ein Netzhautscan stellt keine medizinische Diagnose.
Wenn Ergebnisse auffällig sind oder Beschwerden bestehen, gehört die weitere Abklärung zu einer Augenärztin oder einem Augenarzt.
Genau dafür ist Vorsorge da: Nicht um Diagnosen zu erfinden, sondern um Auffälligkeiten nicht zu übersehen.
Augeninnendruck messen bei SehVia in Leipzig
Bei SehVia kannst du den Augeninnendruck mit einem Rebound-Tonometer messen lassen. Die Messung kann je nach Bedarf mit einem Sehtest und einem Netzhautscan kombiniert werden.
Das Ganze ist sowohl im Geschäft als auch im Rahmen des mobilen Services in Leipzig und Umgebung möglich.
Wenn du also wissen möchtest, ob nicht nur deine Brillenstärke, sondern auch weitere Messwerte auffällig sind, kannst du einen Termin zur Augenvorsorge vereinbaren.
SehVia – Ihr mobiler Optiker in Leipzig